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Die sieben Superuniversen

SOWEIT der Universale Vater – als ein Vater – betroffen ist, sind die Universen virtuell inexistent; er hat mit Persönlichkeiten zu tun; er ist der Vater von Persönlichkeiten. Soweit der Ewige Sohn und der Unendliche Geist – als Schöpfungspartner – betroffen sind, sind die Universen individuell unter der gemeinsamen Leitung der Schöpfersöhne und der Schöpferischen Geiste lokalisiert. Soweit die Paradies-Trinität betroffen ist, gibt es außerhalb Havonas genau sieben bewohnte Universen, die sieben Superuniversen, deren Hoheitsgebiet der Kreis der ersten nach Havona entstandenen Raumebene ist. Die Sieben Hauptgeiste strahlen ihren Einfluss von der zentralen Insel aus und machen so aus der immensen Schöpfung ein einziges gigantisches Rad, dessen Nabe die ewige Paradies-Insel ist, dessen Speichen die Ausstrahlungen der Sieben Hauptgeiste sind und dessen Felge aus den äußeren Gebieten des Großen Universums besteht.

15:0.2

Die siebenfache Anlage der Organisation und Regierung des Superuni­versums wurde zu Beginn der Materialisierung der universalen Schöpfung formuliert. Die erste Nach-Havona-Schöpfung wurde in sieben gewaltige Segmente unterteilt, und die Hauptsitz-Welten der Superuniversumsregierungen wurden entworfen und gebaut. Der gegenwärtige Verwaltungsplan existiert beinahe seit ewig und die Herrscher der sieben Superuniversen werden zu Recht die Ältesten der Tage genannt.

15:0.3

Ich kann kaum hoffen, euch viel von dem gewaltigen, die Superuniversen betreffenden Wissensschatz mitzuteilen, aber in all diesen Reichen arbeitet eine Technik intelligenter Kontrolle sowohl der physischen als auch der geistigen Kräfte, und die universalen Gegenwarten der Gravitation funktionieren in majestätischer Macht und vollkommener Harmonie. Es ist wichtig, dass ihr zuerst eine angemessene Vorstellung von der physischen Beschaffenheit und materiellen Organisation der superuniversellen Reiche gewinnt, da ihr dann eher bereit sein werdet, die Bedeutung der wunderbaren Organisation zu erfassen, die ihrer geistigen Regierung und dem intellektuellen Fortschritt der Willensgeschöpfe dient, welche auf den Myriaden von überall über die sieben Superuniversen verstreuten, bewohnten Planeten leben.

1. Die Raumebene der Superuniversen

15:1.1

Wenn man sich nur an die innerhalb des begrenzten Raums von einer Million oder einer Milliarde eurer kurzen Jahre gemachten Aufzeichnungen, Beobachtungen und Erinnerungen der Generationen hält, kann man praktisch sagen, dass Urantia und das Universum, zu dem es gehört, die abenteuerliche Erfahrung eines unaufhörlichen Eintauchens in neuen, unerforschten Raum machen; aber laut den Aufzeichnungen Uversas, gemäß älteren Beobachtungen, in Harmonie mit der umfassenderen Erfahrung und den Berechnungen unserer Ordnung und aufgrund von Schlussfolgerungen aus diesen und anderen Befunden wissen wir, dass die Universen in einem geordneten, gut verstandenen und vollkommen kontrollierten, prozessionsartigen Lauf von majestätischer Größe um den Ersten Zentralen Ursprung und sein Residenzuniversum kreisen.

15:1.2

Wir haben seit langem herausgefunden, dass die sieben Superuniversen eine große Ellipse, einen gigantischen, in die Länge gezogenen Kreis durchlaufen. Euer Sonnensystem und andere Welten der Zeit tauchen nicht ohne Karte und Kompass kopfüber in unerforschten Raum. Das Lokaluniversum, zu welchem euer System gehört, folgt einer ganz bestimmten, gut verstandenen Bahn im Gegenuhrzeigersinn entlang dem gewaltigen Kreis, der das Zentraluniversum umfasst. Dieser kosmische Pfad ist bestens kartographiert, und die Sternbeobachter des Superuniversums sind mit ihm ebenso restlos vertraut wie die Astronomen Urantias mit den Bahnen der Planeten, die euer Sonnensystem bilden.

15:1.3

Urantia liegt in einem unvollständig organisierten Lokal- und Superuni­versum, und euer Lokaluniversum befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu zahlreichen, nur teilweise vollendeten physischen Schöpfungen. Ihr gehört zu einem der relativ jungen Universen. Aber ihr stürzt euch heute nicht aufs Geratewohl in unerforschten Raum, noch saust ihr blindlings in unbekannte Regionen. Ihr folgt dem geordneten und vorbestimmten Pfad der superuniversellen Raumebene. Ihr durchquert jetzt genau denselben Raum, den euer Planetensystem oder dessen Vorläufer vor unendlich langer Zeit durchquert haben; und eines Tages in ferner Zukunft werden euer System oder seine Nachfolger wieder denselben Raum durchlaufen, den ihr jetzt mit solcher Geschwindigkeit durchmesst.

15:1.4

In diesem Zeitalter und nach den auf Urantia geltenden Himmelsrichtungen bewegt sich das Superuniversum Nummer eins fast genau nach Norden, während es sich in östlicher Richtung ziemlich genau gegenüber der Paradies-Residenz der Großen Zentralen Ursprünge und gegenüber dem Zentral­universum von Havona befindet. Diese Lage stellt zusammen mit der entspre­chenden im Westen die größte physische Annäherung der Sphären der Zeit an die ewige Insel dar. Das Superuniversum Nummer zwei befindet sich im Norden, bereit, den Bogen nach Westen zu beginnen, während Nummer drei jetzt den nördlichsten Abschnitt des großen Raumpfades besetzt hält, aber bereits in die Biegung eingetreten ist, die die Reise nach Süden einleitet. Superuniversum Nummer vier befindet sich auf dem vergleichsweise geraden Flug nach Süden; seine vordersten Regionen nähern sich jetzt der den Großen Zentren gegenüberliegenden Stellung. Nummer fünf hat seine Position gegenüber der Mitte der Mitten so ziemlich verlassen und durcheilt mit direktem Kurs nach Süden das unmittelbar vor Beginn der Biegung nach Osten liegende Teilstück; Nummer sechs nimmt den größten Teil der südlichen Krümmung ein, denjenigen Abschnitt, den euer Superuniversum nahezu verlassen hat.

15:1.5

Euer Lokaluniversum von Nebadon gehört zu Orvonton, dem siebenten Superuniversum, das zwischen den Superuniversen eins und sechs kreist und nicht vor langem (nach unseren Zeitbegriffen) die südöstliche Biegung der superuniversellen Raumebene verlassen hat. Es ist heute einige Milliarden Jahre her, seit das Sonnensystem, zu dem Urantia gehört, um die südliche Biegung geschwenkt ist, so dass ihr gerade jetzt jenseits des südöstlichen Bogens vorrückt und euch rasch auf dem langen und vergleichsweise geraden Pfad nach Norden bewegt. Während ungezählter Zeitalter wird Orvonton diesen beinah geraden Lauf nach Norden verfolgen.

15:1.6

Urantia gehört zu einem System, das sich weit außen am Rande eures Lokaluniversums befindet; und euer Lokaluniversum durchläuft gegenwärtig die Peripherie von Orvonton. Andere befinden sich noch weiter außen als ihr, aber ihr seid im Raum weit von jenen physischen Systemen entfernt, die sich auf der großen Kreisbahn in relativer Nähe des Großen Zentralen Ursprungs fortbewegen.

2. Organisation der Superuniversen

15:2.1

Nur der Universale Vater kennt Ort und genaue Zahl der bewohnten Welten des Raums; er nennt sie alle bei ihren Namen und Nummern. Ich kann die Zahl bewohnter und bewohnbarer Planeten nur annähernd angeben, da einige Lokaluniversen mehr für intelligentes Leben geeignete Welten besitzen als andere und noch nicht alle projektierten Lokaluniversen organisiert sind. Deshalb sollen die von mir gegebenen Schätzungen einzig dem Zweck dienen, eine Idee von der Immensität der materiellen Schöpfung zu vermitteln.

15:2.2

Das Große Universum umfasst sieben Superuniversen, und diese sind ungefähr wie folgt aufgebaut:

15:2.3

1. Das System. Diese Grundeinheit der Superregierung besteht aus etwa eintausend bewohnten oder bewohnbaren Planeten. Flammende Sonnen, kalte Welten, Planeten in zu großer Nähe von heißen Sonnen und andere für den Aufenthalt von Geschöpfen ungeeignete Sphären sind in dieser Gruppe nicht enthalten. Diese eintausend zur Beherbergung des Lebens geeigneten Planeten nennt man ein System, aber in den jüngeren Systemen ist unter Umständen nur eine vergleichsweise geringe Anzahl dieser Welten bewohnt. Über jeden bewohnten Planeten gebietet ein Planetarischer Fürst, und jedes Lokalsystem besitzt eine architektonische Sphäre als Hauptsitz und wird von einem Systemsouverän regiert.

15:2.4

2. Die Konstellation. Hundert Systeme (etwa 100 000 bewohnbare Planeten) bilden eine Konstellation. Jede Konstellation besitzt eine architektonische Hauptsitz-Sphäre und wird von drei Vorondadek-Söhnen, den Allerhöchsten, gelenkt. In jeder Konstellation ist als Beobachter auch ein Getreuer der Tage, ein Botschafter der Paradies-Trinität, anwesend.

15:2.5

3. Das Lokaluniversum. Hundert Konstellationen (etwa 10 000 000 bewohnbare Planeten) machen ein Lokaluniversum aus. Jedes Lokaluniversum besitzt eine prächtige architektonische Hauptsitz-Welt und wird von einem der Michael-Ordnung angehörenden beigeordneten Schöpfersohn Gottes regiert. Jedes Universum ist mit der Gegenwart eines Einigers der Tage, eines Vertreters der Paradies-Trinität, gesegnet.

15:2.6

4. Der kleine Sektor. Hundert Lokaluniversen (etwa 1 000 000 000 bewohnbare Planeten) bilden einen kleinen Sektor der Regierung des Superuniversums; er besitzt eine wundervolle Hauptsitz-Welt, von welcher aus seine Herrscher, die Jüngsten der Tage, die Angelegenheiten des kleinen Sektors verwalten. Es gibt an jedem Hauptsitz eines kleinen Sektors drei Jüngste der Tage, Supreme Persönlichkeiten der Trinität.

15:2.7

5. Der große Sektor. Hundert kleine Sektoren (etwa 100 000 000 000 bewohnbare Planeten) bilden einen großen Sektor. Jeder große Sektor ist mit einem herrlichen Hauptsitz versehen und wird von drei Vollkommenen der Tage, Supremen Persönlichkeiten der Trinität, geleitet.

15:2.8

6. Das Superuniversum. Zehn große Sektoren (etwa 1 000 000 000 000 bewohnbare Planeten) ergeben ein Superuniversum. Jedes Superuniversum hat eine riesige und glorreiche Hauptsitzwelt und wird von drei Ältesten der Tage gelenkt.

15:2.9

7. Das Große Universum. Sieben Superuniversen machen das gegenwärtig organisierte Große Universum aus, das aus annähernd sieben Billionen bewohnbarer Welten besteht, zu denen die architektonischen Sphären und die Milliarde bewohnter Sphären von Havona hinzukommen. Die Superuniversen werden indirekt und reflexiv vom Paradies aus durch die Sieben Hauptgeiste geleitet und verwaltet. Die Milliarde Welten von Havona werden direkt von den Ewigen der Tage verwaltet; einer jeden dieser vollkommenen Sphären steht eine dieser Supremen Persönlichkeiten des Paradieses vor.

15:2.10

Unter Ausschluss der Sphären des Paradies-Havona-Systems umfasst der Plan der Universumsorganisation die folgenden Einheiten:

Superuniversen. . . . . . . . . . . . 7
Große Sektoren . . . . . . . . . . . 70
Kleine Sektoren . . . . . . . . . 7 000
Lokaluniversen. . . . . . . . . 700 000
Konstellationen. . . . . . . 70 000 000
Lokalsysteme. . . . . . . 7 000 000 000
Bewohnbare Planeten . 7 000 000 000 000
15:2.18

Jedes der sieben Superuniversen ist ungefähr wie folgt aufgebaut:

Ein System umfasst annähernd . . . . . . . . . . . . 1 000 Welten
Eine Konstellation (100 Systeme) . . . . . . . . . 100 000 Welten
Ein Universum (100 Konstellationen) . . . . . . 10 000 000 Welten
Ein kleiner Sektor (100 Universen) . . . . . 1 000 000 000 Welten
Ein großer Sektor (100 kleine Sektoren). . 100 000 000 000 Welten
Ein Superuniversum (10 große Sektoren) . 1 000 000 000 000 Welten
15:2.25

Alle derartigen Schätzungen sind bestenfalls Näherungswerte, da sich dauernd neue Systeme entwickeln, während andere Organisationen vorübergehend aus der materiellen Existenz verschwinden.

3. Das Superuniversum von Orvonton

15:3.1

Praktisch alle von Urantia aus mit bloßem Auge sichtbaren Sternreiche gehören dem siebenten Abschnitt des Großen Universums an, dem Super­uni­versum von Orvonton. Das ausgedehnte Sternsystem der Milchstraße stellt den zentralen Kern von Orvonton dar, der sehr weit von den Grenzen eures Lokaluniversums entfernt ist. Diese gewaltige Ansammlung von Sonnen, dunklen Rauminseln, Doppelsternen, Kugelhaufen, Sternwolken und spiralförmigen und anderen Nebeln bildet zusammen mit Myriaden von Einzelplaneten eine einer Taschenuhr vergleichbare, länglich-kreisförmige Gruppierung, die etwa einen Siebentel der bewohnten evolutionären Universen umfasst.

15:3.2

Wenn ihr von der astronomischen Position Urantias aus quer durch die nahen Systeme auf die große Milchstraße schaut, beobachtet ihr, dass die Sphären Orvontons in einer gewaltigen, in die Länge gezogenen Ebene dahinziehen, deren Breite viel größer als ihre Dicke und deren Länge viel größer als ihre Breite ist.

15:3.3

Die Beobachtung der so genannten Milchstraße zeigt eine relative Zunahme der Sterndichte Orvontons, wenn man den Himmel in einer bestimmten Richtung betrachtet, während die Dichte auf beiden Seiten abnimmt; die Zahl der Sterne und anderer Sphären verringert sich mit wachsender Entfernung von der Hauptebene unseres materiellen Superuniversums. Wenn der Beobach­tungswinkel günstig ist und ihr durch den Kern dieses Bereichs größter Dichte blickt, schaut ihr in Richtung des Residenzuniversums und der Mitte aller Dinge.

15:3.4

Von den zehn großen Abteilungen Orvontons haben die Astronomen Urantias deren acht so ziemlich identifiziert. Die anderen zwei getrennt zu erkennen, fällt schwer, weil ihr diese Phänomene gezwungenermaßen von innen her betrachten müsst. Wenn ihr von einer weit entfernten Raumposition aus auf das Superuniversum von Orvonton blicken könntet, würdet ihr die zehn großen Sektoren der siebenten Galaxie augenblicklich erkennen.

15:3.5

Das Rotationszentrum eures kleinen Sektors liegt weit entfernt in der riesigen und dichten Sternwolke des Schützen, um die herum euer Lokaluniversum und seine Schwesterschöpfungen sämtlich kreisen, und ihr könnt beobachten, wie aus den gegenüberliegenden Seiten dieses gewaltigen subgalaktischen Systems des Schützen zwei große Ströme von Sternwolken in riesigen stellaren Spiralen hervorkommen.

15:3.6

Der Kern des physischen Systems, zu dem eure Sonne mit ihren Planeten gehört, ist das Zentrum des einstigen Andronover-Nebels. Die sprengende Wirkung der Gravitation verformte diesen früheren Spiralnebel leicht im Zusammenhang mit Ereignissen, die die Geburt eures Sonnensystems begleiteten und durch die starke Annäherung eines riesigen Nachbarnebels ausgelöst wurden. Diese Beinah-Kollision verwandelte Andronover in eine einigermaßen kugelige Ansammlung, zerstörte aber die doppelarmige Prozession der Sonnen und der mit ihnen verbundenen physischen Gruppen nicht gänzlich. Euer Sonnensystem nimmt jetzt in einem der Arme dieser verformten Spirale eine ziemlich zentrale Position ein, da es etwa auf halbem Wege vom Zentrum zum äußeren Rand des Sternstroms liegt.

15:3.7

Der Sektor des Schützen und alle anderen Sektoren und Abteilungen Orvontons umkreisen Uversa, und ein Teil der Verwirrung der Astronomen Urantias rührt von den Täuschungen und relativen Verzerrungen her, die durch die folgenden zahlreichen Rotationsbewegungen hervorgerufen werden:

15:3.8

1. Das Kreisen Urantias um seine Sonne.

15:3.9

2. Die Kreisbahn eures Sonnensystems um den Kern des früheren Andronover- Nebels.

15:3.10

3. Die Rotation der Sternfamilie von Andronover und der mit ihr verbundenen Sternhaufen um das gemischte Rotations- und Gravitationszentrum der Sternwolke von Nebadon.

15:3.11

4. Der Umlauf der lokalen Sternwolke von Nebadon und der mit ihr verbundenen Schöpfungen um das Zentrum ihres im Schützen gelegenen kleinen Sektors.

15:3.12

5. Die Rotation der einhundert kleinen Sektoren einschließlich des Schützen um ihren großen Sektor.

15:3.13

6. Die Kreisbewegung der zehn großen Sektoren, der so genannten Sterndrifte, um Uversa, den Hauptsitz von Orvonton.

15:3.14

7. Die Umlaufbewegung Orvontons und der mit ihm verbundenen sechs Super­universen um das Paradies und Havona, die Prozession im Gegenuhrzeigersinn der superuniversellen Raumebene.

15:3.15

Diese zahlreichen Bewegungen sind verschiedener Art: Die Raumpfade eures Planeten und eures Sonnensystems sind angeboren, sie sind ihrer Entstehung inhärent. Die absolute Bewegung Orvontons im Gegenuhrzeigersinn ist ebenfalls angeboren, sie ist den architektonischen Plänen des Alluniversums inhärent. Aber die dazwischenliegenden Bewegungen sind gemischten Ursprungs, da sie zum einen auf die Segmentierung der Materie-Energie zur Bildung der Superuniversen zurückgehen und zum anderen durch intelligentes und absichtsvolles Handeln der Kraftorganisatoren des Paradieses hervorgerufen wurden.

15:3.16

Je mehr man sich Havona nähert, umso dichter liegen die Lokaluniversen beieinander; die Kreisläufe werden zahlreicher, und es gibt immer stärkere Überlagerung, Schicht folgt auf Schicht. Aber mit zunehmender Entfernung von dem ewigen Zentrum finden sich immer weniger Systeme, Schichten, Kreisläufe und Universen.

4. Nebel – die Vorläufer der Universen

15:4.1

Obwohl Schöpfung und Organisation des Universums auf ewig der Kontrolle der unendlichen Schöpfer und ihrer Beigeordneten unterworfen bleiben, wickelt sich das ganze Phänomen gemäß einer verfügten Technik und in Übereinstimmung mit den Gravitationsgesetzen von Kraft, Energie und Materie ab. Aber etwas Geheimnisvolles umgibt die universale Kraftladung des Raums; wir verstehen die Organisation der materiellen Schöpfungen ausgehend vom ultimatonischen Stadium sehr wohl, aber wir begreifen die kosmischen Vorstadien der Ultimatonen nicht ganz. Wir sind sicher, dass diese Urkräfte ihren Ursprung im Paradies haben, weil sie bei ihrem Lauf durch den durchdrungenen Raum auf ewig genau der riesigen Umrisslinie des Paradieses folgen. Obwohl diese Kraftladung des Raums, die Vorläuferin aller Materialisierung, nicht auf die Paradies-Gravitation anspricht, reagiert sie tatsächlich stets auf die Gegenwart des unteren Paradieses, da ihr Kreislauf offensichtlich vom Zentrum des unteren Paradieses ausgeht und wieder dahin zurückführt.

15:4.2

Die Kraftorganisatoren des Paradieses wandeln Raumpotenz in Urkraft um und überführen dieses vormaterielle Potential in die primären und sekundären Energiemanifestationen der physischen Realität. Wenn diese Energie das Stadium erreicht, wo sie auf die Gravitation anspricht, treten die Machtlen­ker und ihre superuniversellen Mitarbeiter in Erscheinung und beginnen mit ihren nie endenden Manipulationen, die bestimmt sind, die vielfältigen Macht­kreise und Energiekanäle der Universen von Zeit und Raum zu errichten. Auf diese Weise erscheint die physische Materie im Raum, und nun sind die Voraussetzungen geschaffen, um die Organisation eines Universums einzuleiten.

15:4.3

Diese Segmentierung der Energie ist ein Phänomen, für das die Physiker von Nebadon nie eine Erklärung gefunden haben. Ihre Hauptschwierigkeit besteht in der relativen Unzugänglichkeit der Kraftorganisatoren des Paradieses; denn obwohl die lebendigen Machtlenker für die Handhabung der Raum-Energie zuständig sind, haben sie nicht die geringste Vorstellung vom Ursprung der Energien, mit denen sie so geschickt und intelligent umzugehen wissen.

15:4.4

Die Kraftorganisatoren des Paradieses sind die Erzeuger der Nebel; sie sind imstande, rund um ihre Gegenwart im Raum jene gewaltigen Kraftzyklone zu entfesseln, die, wenn einmal ausgelöst, nie aufgehalten oder begrenzt werden können, bis die alles durchdringenden Kräfte für das schließliche Erscheinen der ultimatonischen Einheiten der Universumsmaterie mobilisiert werden. Auf diese Weise werden die spiralförmigen und anderen Nebel ins Dasein gebracht, diese Mutterräder der auf direktem Wege entstehenden Sonnen und deren verschiedenartiger Systeme. Im äußeren Raum können zehn verschiedene Formen von Nebeln, von Phasen primärer Universumsevolution beobachtet werden, und diese riesigen Energieräder haben denselben Ursprung wie diejenigen der sieben Superuniversen.

15:4.5

Die Nebel unterscheiden sich stark in Größe und schließlicher Anzahl und Gesamtmasse ihrer stellaren und planetarischen Abkömmlinge. Ein Sonnen bildender Nebel gleich nördlich der Grenzen von Orvonton, aber noch innerhalb der superuniversellen Raumebene, hat schon ungefähr vierzigtausend Sonnen hervorgebracht, und das Mutterrad fährt immer noch fort, Sonnen hinauszuschleudern, die in ihrer Mehrzahl um ein Vielfaches größer sind als die eurige. Einige der größeren Nebel des äußeren Raums erzeugen sogar an die hundert Millionen Sonnen.

15:4.6

Die Nebel stehen in keiner direkten Beziehung zu irgendwelchen administrativen Einheiten wie kleinen Sektoren oder Lokaluniversen, obwohl einige Lokaluniversen aus den Produkten eines einzigen Nebels organisiert worden sind. Jedes Lokaluniversum verfügt genau über ein Hunderttausendstel der gesamten Energieladung eines Superuniversums, ungeachtet des Zusammenhangs mit Nebeln; denn die Energie wird nicht nach Nebeln organisiert – sie wird universell verteilt.

15:4.7

Nicht alle Spiralnebel bringen Sonnen hervor. Einige haben die Kontrolle über viele ihrer losgetrennten stellaren Abkömmlinge beibehalten, und ihre spiralige Erscheinungsform wird durch die Tatsache hervorgerufen, dass ihre Sonnen den Nebelarm in geschlossener Formation verlassen, aber auf verschiedenen Bahnen wieder zurückkehren, was ihre Beobachtung leicht macht, wenn sie an einem Punkt versammelt sind, aber ihr Auffinden erschwert, wenn sie sich auf ihren verschiedenen Rückwegen überall zerstreut weiter außen und vom Nebelarm entfernt befinden. Es gibt gegenwärtig in Orvonton nicht viele Sonnen bildende Nebel, obwohl Andromeda, die sich außerhalb des bewohnten Superuniversums befindet, sehr aktiv ist. Dieser weit entfernte Nebel ist mit bloßem Auge sichtbar, und wenn ihr ihn seht, haltet einen Augenblick lang inne und bedenkt, dass das Licht, das ihr erblickt, diese weit entfernten Sonnen vor fast einer Million Jahren verlassen hat.

15:4.8

Die Galaxie der Milchstraße setzt sich aus einer großen Zahl früherer spiraliger und anderer Nebel zusammen, und viele haben ihre ursprüngliche Gestalt beibehalten. Aber viele haben infolge interner Katastrophen und äußerer Anziehung derartige Verzerrungen und Neugliederungen durchgemacht, dass diese enormen Ansammlungen, wie zum Beispiel die Magellansche Wolke, als gigantische Lichtmassen strahlender Sonnen erscheinen. Der kugelförmige Typus von Sternhaufen ist in der Nähe der äußeren Ränder von Orvonton vorherrschend.

15:4.9

Man sollte die ausgedehnten Sternwolken von Orvonton als individuelle Ansammlungen von Materie betrachten, die den in den Raumregionen außerhalb der Milchstraße beobachtbaren einzelnen Nebelhaufen vergleichbar sind. Viele der so genannten Sternwolken bestehen indessen nur aus gasförmigem Material. Das Energiepotential dieser stellaren Gaswolken ist unglaublich groß; etwas davon wird von nahen Sonnen aufgenommen und als solare Abstrahlung wiederum in den Raum hinaus gesandt.

5. Der Ursprung der Raumkörper

15:5.1

Der Großteil der in den Sonnen und Planeten eines Superuniversums enthaltenen Masse hat seinen Ursprung in den Nebelrädern; nur ein sehr geringer Teil der superuniversellen Masse wird durch direkte Intervention der Machtlenker organisiert (wie bei der Konstruktion der architektonischen Sphären), obwohl eine stets schwankende Quantität von Masse im offenen Raum entsteht.

15:5.2

Was ihren Ursprung betrifft, kann die Mehrzahl der Sonnen, Planeten und anderen Sphären einer der folgenden zehn Gruppen zugeordnet werden:

15:5.3

1. Konzentrische Kontraktionsringe. Nicht alle Nebel sind spiralförmig. Viele riesengroße Nebel, anstatt sich in ein doppeltes Sternsystem aufzuspalten oder sich als Spirale zu entwickeln, machen einen Verdichtungsprozess infolge vielfacher Ringbildung durch. Während langer Zeiträume erscheint ein solcher Nebel als enorme Zentralsonne, umgeben von zahlreichen gigantischen Wolken von Materiebildungen, die sie im Kreise umfassen und als Ringe erscheinen.

15:5.4

2. Die Ausgeworfenen Sterne umfassen jene Sonnen, die aus den großen Mutterrädern hocherhitzter Gase hinausgeschleudert werden. Sie werden nicht in Ringen ausgeworfen, sondern in rechts- und linksläufiger Gruppierung. Ausgeworfene Sterne entstehen auch in anderen als Spiralnebeln.

15:5.5

3. Planeten aus Gravitationsexplosionen. Wenn eine Sonne aus einem Spiral- oder Streifennebel entsteht, wird sie nicht selten in beträchtliche Ent­fer­n­ungen ausgeworfen. Eine derartige Sonne ist in hohem Grade gasförmig, und wenn sie sich später einigermaßen abgekühlt und verdichtet hat, gerät sie möglicherweise in die Nähe einer gewaltigen Materiemasse wie etwa einer Riesensonne oder einer dunklen Rauminsel. Solch eine Annäherung ist vielleicht nicht genügend, um eine Kollision herbeizuführen, aber doch ausreichend, um der Anziehungskraft des größeren Körpers zu erlauben, auf dem kleineren gezeitenähnliche Konvulsionen auszulösen und damit eine Reihe von an- und abschwellenden Erhebungen einzuleiten, die sich gleichzeitig auf entgegensetzten Seiten der von Konvulsionen ergriffenen Sonne ereignen. Auf ihrem Höhepunkt liefern diese explosiven Eruptionen eine Reihe von verschieden großen Materieansammlungen, die bis über die gravitationsbedingte Rückforderungszone der eruptierenden Sonne hinausgeschleudert werden können und sich dann auf eigenen Kreisbahnen um einen der beiden bei diesem Ereignis betroffenen Himmelskörper herum stabilisieren. Später vereinigen sich die größeren Materieanhäufungen miteinander und ziehen die kleineren Körper allmählich an sich. Auf diese Weise entstehen viele der festen Planeten der kleineren Systeme. Gerade einen solchen Ursprung hat euer eigenes Sonnensystem.

15:5.6

4. Zentrifugale Planetentöchter. Wenn enorme Sonnen sich in bestimmten Entwicklungsstadien befinden und ihre Drehgeschwindigkeit bedeutend zunimmt, beginnen sie, große Mengen von Materie wegzuschleudern, die sich in der Folge zusammenballen kann, um kleine Welten zu bilden, die die Muttersonne weiterhin umkreisen.

15:5.7

5. Sphären mit Gravitationsmangel. Es gibt eine kritische Grenze für die Größe individueller Sterne. Wenn eine Sonne diese Grenze erreicht, ist sie zum Bersten verurteilt, es sei denn, sie setze ihre Drehgeschwindigkeit herab; eine Sonnenspaltung ereignet sich und ein neuer Doppelstern dieser Art ist geboren. In der Folge können sich als Nebenprodukte dieses gewaltigen Auseinanderbrechens zahlreiche kleine Planeten bilden.

15:5.8

6. Durch Attraktion entstandene Sterne. In den kleineren Systemen zieht manchmal der größte äußere Planet seine Nachbarwelten an sich, während die sonnennahen Planeten sich zu ihrem endgültigen Sturz anschicken. Für euer Sonnensystem würde ein solches Ende bedeuten, dass die vier inneren Planeten von der Sonne zurückgefordert würden, während Jupiter als größter Planet durch Einfangen der restlichen Welten gewaltig zunehmen würde. Ein derartiges Ende eines Sonnensystems hätte die Entstehung zweier benachbarter, aber ungleicher Sonnen zur Folge, einer anderen Art von Doppelsternbildung. Solche Katastrophen kommen selten vor ausgenommen weit außen am Rande der Sternansammlungen der Superuniversen.

15:5.9

7. Kumulative Sphären. Aus der großen, im Raum zirkulierenden Menge von Materie können sich langsam kleine Planeten aufbauen. Sie wachsen durch meteorische Hinzufügung und durch kleinere Kollisionen. In gewissen Raum­abschnitten herrschen Bedingungen, die solche Formen planetarischer Entstehung begünstigen. Manch eine bewohnte Welt hat einen derartigen Ursprung.

15:5.10

Einige der dichten dunklen Inseln sind das direkte Resultat der Hinzufügungen von sich umwandelnder Energie im Raum. Eine andere Gruppe dieser dunklen Inseln ist entstanden durch Akkumulierung enormer Mengen von kalter Materie, bloßen Fragmenten und Meteoriten, die im Raum zirkulieren. Solche Materieballungen sind nie heiß gewesen und sind in ihrer Zusammensetzung, außer was die Dichte betrifft, Urantia sehr ähnlich.

15:5.11

8. Ausgebrannte Sonnen. Einige der dunklen Rauminseln sind ausgebrannte isolierte Sonnen, die alle verfügbare Raumenergie abgegeben haben. Ihre organisierten Materieeinheiten nähern sich der völligen Verdichtung, praktisch vollkommener Verfestigung; und viele Zeitalter vergehen, bis solche enormen Massen hochverfestigter Materie in den Kreisläufen des Raums wieder aufgeladen und dadurch für neue Zyklen universeller Funktion bereit werden können, nachdem eine Kollision oder ein ähnlich belebendes kosmisches Ereignis eingetreten ist.

15:5.12

9. Durch Kollision entstandene Sphären. In den Regionen dichterer Sternhaufen sind Zusammenstöße nichts Ungewöhnliches. Eine derartige astronomische Neuanpassung geht einher mit gewaltigen energetischen Veränderungen und Materieverwandlungen. Kollisionen, an denen tote Sonnen beteiligt sind, sind ganz besonders dazu angetan, weitreichende Energiefluktuationen auszulösen. Von Zusammenstößen herrührende Trümmer liefern oft die materiellen Kerne für die spätere Bildung planetarischer Körper, die sich zur Bewohnung durch Sterbliche eignen.

15:5.13

10. Architektonische Welten. Das sind die Welten, die aufgrund von Plänen und nach besonderen Richtlinien für einen bestimmten Zweck gebaut werden, wie Salvington, Hauptsitz eures Lokaluniversums, und Uversa, Regierungssitz eures Superuniversums.

15:5.14

Es gibt zahlreiche weitere Techniken zur Entwicklung von Sonnen und zur Absonderung von Planeten, aber die erwähnten Verfahren deuten die Methoden an, durch welche die große Mehrheit der Sternsysteme und Planetenfamilien ins Dasein gerufen werden. Wollte man all die verschiedenen, an der Sternmetamorphose und Planetenentwicklung beteiligten Techniken beschreiben, würde dies die Aufzählung von fast einhundert unterschiedlichen Arten der Sonnenbildung und Planetenentstehung erfordern. Bei ihrer Erkundung der Himmel werden eure Sternforscher Phänomene beobachten, die all diese Arten stellarer Entwicklung erkennen lassen, aber sie werden nur selten Beweise für die Bildung jener kleinen, nicht leuchtenden Materieansammlungen ausmachen, die als bewohnte Planeten dienen und die wichtigsten Himmelskörper der gewaltigen materiellen Schöpfungen sind.

6. Die Sphären des Raums

15:6.1

Ohne Rücksicht auf ihren Ursprung können die verschiedenen Sphären des Raums in die folgenden Hauptgruppen eingereiht werden:

15:6.2

1. Die Sonnen – die Sterne des Raums.

15:6.3

2. Die dunklen Rauminseln.

15:6.4

3. Kleinere Raumkörper – Kometen, Meteoriten und Miniatur-Planeten.

15:6.5

4. Die Planeten, einschließlich der bewohnten Welten.

15:6.6

5. Architektonische Sphären – auftragsgemäß erschaffene Welten.

15:6.7

Mit Ausnahme der architektonischen Sphären haben alle Raumkörper einen evolutionären Ursprung, evolutionär in dem Sinne, dass sie nicht auf Geheiß der Gottheit ins Dasein getreten sind, evolutionär in dem Sinne, dass sich die Schöpferakte Gottes durch eine Zeit-Raum-Technik unter Mitwirkung vieler erschaffener und eventuierter Intelligenzen der Gottheit entfaltet haben.

15:6.8

Die Sonnen. Das sind die Sterne des Raums in allen ihren verschiedenen Exis­tenzstadien. Einige sind einzelne sich entwickelnde Raumsysteme; andere sind Doppelsterne, sich kontrahierende oder verschwindende Planetensysteme. Die Sterne des Raums existieren in nicht weniger als tausend verschiedenen Zuständen und Stadien. Ihr seid mit Sonnen vertraut, die von Wärme begleitetes Licht abgeben; aber es gibt auch Sonnen, die ohne Wärme scheinen.

15:6.9

Die Billionen und Aberbillionen Jahre, während welcher eine gewöhnliche Sonne fortfahren wird, Hitze und Licht abzugeben, veranschaulicht gut den gewaltigen Energievorrat, den jede Materieeinheit enthält. Die in diesen unsichtbaren Partikeln der physischen Materie tatsächlich vorrätige Energie ist nahezu unvorstellbar. Und diese Energie wird fast vollständig als Licht verfügbar, wenn sie dem ungeheuren Hitzedruck und den damit verbundenen Energieaktivitäten ausgesetzt ist, die im Inneren der strahlenden Sonnen herrschen. Noch andere Voraussetzungen befähigen die Sonnen dazu, einen großen Teil der Raumenergie, die in den etablierten Raumkreisen ihres Weges kommt, umzuwandeln und auszusenden. Viele Phasen von physischer Energie und alle Formen von Materie werden von diesen solaren Dynamomaschinen angezogen und später wieder ausgeteilt. In dieser Weise dienen die Sonnen als lokale Beschleuniger des Energieflusses und funktionieren als automatische Kontrollstationen der Macht.

15:6.10

Das Superuniversum von Orvonton wird von über zehn Billionen strahlenden Sonnen erhellt und erwärmt. Diese Sonnen sind die Sterne eures beobachtbaren astronomischen Systems. Mehr als zwei Billionen sind zu weit entfernt oder zu klein, um von Urantia aus je gesehen zu werden. Aber im Alluniversum gibt es ebenso viele Sonnen, wie die Ozeane eurer Welt Gläser Wasser enthalten.

15:6.11

Die dunklen Rauminseln. Das sind tote Sonnen und andere große Materieansammlungen ohne Licht und Wärme. Die dunklen Inseln besitzen manchmal eine riesenhafte Masse und üben auf das universelle Gleichgewicht und bei der Manipulation der Energie einen mächtigen Einfluss aus. Die Dichte einiger dieser gewaltigen Massen ist nahezu unglaublich. Und diese große Massekonzentration befähigt die dunklen Inseln, als machtvolle Ausgleichsorgane zu funktionieren, die ausgedehnte Nachbarsysteme wirkungsvoll im Zaum halten. Sie sichern in vielen Konstellationen das Gleichgewicht zwischen den Gravitationskräften; viele physische Systeme, die sich sonst eilends in nahe Sonnen und ihren Untergang stürzen würden, werden im sicheren Gravitationsgriff dieser dunklen Wächterinseln gehalten. Wegen dieser ihrer Funktion können wir sie genau lokalisieren. Nachdem wir die Anziehungskraft der hellen Körper gemessen haben, können wir die exakte Größe und Lage der dunklen Rauminseln berechnen, die so wirkungsvoll funktionieren, um ein gegebenes System auf fester Bahn zu halten.

15:6.12

Kleinere Raumkörper. Meteoriten und andere kleine Materiepartikel, die im Raum zirkulieren und sich darin entwickeln, stellen eine unerhörte Ansammlung von Energie und materieller Substanz dar.

15:6.13

Viele Kometen sind nicht sesshaft gewordene, wilde Abkömmlinge der solaren Mutterräder, die nach und nach unter die Kontrolle der zentralen herrschenden Sonne gebracht werden. Die Kometen haben auch zahlreiche andere Ursprünge. Ein Kometenschweif zeigt vom Körper oder der Sonne weg, die ihn anziehen, infolge der elektrischen Reaktion seiner weit ausgedehnten Gase und unter dem effektiven Druck des Lichts und anderer aus der Sonne austretender Energien. Dieses Phänomen stellt einen der positiven Beweise für die Realität des Lichts und der mit ihm verbundenen Energien dar; es führt vor Augen, dass das Licht Gewicht besitzt. Licht ist eine wirkliche Substanz, und nicht nur Wellen eines hypothetischen Äthers.

15:6.14

Die Planeten. Das sind die größeren Ballungen von Masse, die einer Kreisbahn um eine Sonne oder irgendeinen anderen Raumkörper folgen; ihre Größe reicht von Planetoiden bis zu enormen gasförmigen, flüssigen oder verfestigten Sphären. Wenn kalte Welten, die durch Ansammlung von im Raume treibendem Material aufgebaut worden sind, zufällig in günstiger Beziehung zu einer nahen Sonne stehen, bilden sie ideale Planeten für die Beherbergung intelligenter Bewohner. Die toten Sonnen sind in der Regel für das Leben ungeeignet; sie sind meistens zu weit von einer lebenden, strahlenden Sonne entfernt und im übrigen bei weitem zu massiv; die Schwerkraft an der Oberfläche ist kolossal.

15:6.15

In eurem Superuniversum ist nicht einer von vierzig kühlen Planeten durch Wesen eurer Ordnung bewohnbar. Und natürlich sind die überhitzten Sonnen und die eisigen, weit außen gelegenen Welten untauglich, höheres Leben zu beherbergen. In eurem Sonnensystem sind gegenwärtig nur drei Planeten geeignet, Leben zu beherbergen. Urantia ist aufgrund seiner Größe, Dichte und Lage in mancher Hinsicht ideal für die Bewohnung durch Menschen.

15:6.16

Die Gesetze des Verhaltens der physischen Energie sind grundlegend universal, aber lokale Einflüsse prägen die physischen Bedingungen, die auf einzelnen Planeten und in Lokalsystemen vorherrschen. Eine nahezu endlose Mannigfaltigkeit des Geschöpfeslebens und anderer lebendiger Manifestationen charakterisiert die ungezählten Welten des Raums. Es gibt indessen gewisse Übereinstimmungen innerhalb einer in einem gegebenen System zusammengeschlossenen Weltengruppe, so wie es auch ein universelles Urmuster intelligenten Lebens gibt. Es existieren physische Beziehungen zwischen Planetensystemen, die demselben physischen Kreislauf angehören und im endlosen Lauf auf der Kreisbahn der Universen dicht aufeinander folgen.

7. Die architektonischen Sphären

15:7.1

Jede Regierung eines Superuniversums hat ihren Sitz nahe dem Zentrum der evolutionären Universen ihres Raumsegmentes. Sie bewohnt dort eine auftragsgemäß erstellte Welt, die von beglaubigten Persönlichkeiten bevölkert wird. Diese Hauptsitz-Welten sind architektonische Sphären, Raumkörper, die eigens für ihren besonderen Zweck konstruiert wurden. Obwohl sie auch das Licht naher Sonnen empfangen, werden diese Sphären unabhängig erhellt und erwärmt. Jede von ihnen besitzt eine Sonne, welche Licht ohne Wärme spendet, wie die Satelliten des Paradieses, und jede wird beheizt durch die Zirkulation gewisser Energieströme nahe der Kugeloberfläche. Diese Hauptsitz-Welten gehören einem der größeren Systeme an, die in der Nähe des astronomischen Zentrums ihrer jeweiligen Super­universen liegen.

15:7.2

Auf den Hauptwelten der Superuniversen ist die Zeit standardisiert. Der Standardtag des Superuniversums von Orvonton entspricht fast dreißig Tagen urantianischer Zeit, und das Orvonton-Jahr entspricht hundert Standardtagen. Dieses Uversa-Jahr ist die Standardzeit des siebenten Superuniversums, und es dauert zweiundzwanzig Minuten weniger als dreitausend Tage urantianischer Zeit, also etwa acht und ein Fünftel eurer Jahre.

15:7.3

Die Hauptsitz-Welten der sieben Superuniversen teilen Natur und Großartigkeit des Paradieses, ihres zentralen Urmusters der Vollkommenheit. In Wirklichkeit sind sämtliche Hauptsitz-Welten paradiesisch. Es sind tatsächlich himmlische Wohnstätten, und sie nehmen an materieller Größe, morontieller Schönheit und geistiger Herrlichkeit von Jerusem bis zur Zentralen Insel stets zu. Und alle Satelliten dieser Hauptsitz-Welten sind ebenfalls architektonische Sphären.

15:7.4

Die verschiedenen Hauptsitz-Welten sind mit allen Phasen materieller und geistiger Schöpfung ausgestattet. Alle Arten von materiellen, morontiellen und geistigen Wesen sind auf diesen Begegnungswelten der Universen zu Hause. Während die sterblichen Geschöpfe im Universum aufsteigen und dabei aus den materiellen in die geistigen Bereiche vorstoßen, kommt ihnen nie die Würdigung ihrer früheren Exis­tenzebenen und ihre Freude daran abhanden.

15:7.5

Jerusem, der Hauptsitz eures Lokalsystems von Satania, besitzt seine sieben Welten der Übergangskultur, deren jede wiederum von sieben Satelliten umkreist wird, unter denen sich die sieben Residenzwelten morontiellen Aufenthalts, des Menschen erste Wohnstätten nach dem Tode, befinden. So wie der Ausdruck Himmel auf Urantia verwendet worden ist, hat er manchmal diese sieben Residenzwelten gemeint, wobei die erste Residenzwelt der erste Himmel genannt wurde, und so fort bis zum siebenten.

15:7.6

Edentia, der Hauptsitz eurer Konstellation von Norlatiadek, besitzt seine siebzig Satelliten für sozialisierende Kultur und Schulung, auf denen sich die Aufsteiger aufhalten, nachdem sie auf Jerusem ihren Werdegang der Mobilisierung, Einigung und Verwirklichung der Persönlichkeit abgeschlossen haben.

15:7.7

Salvington, die Kapitale Nebadons, eures Lokaluniversums, ist umringt von zehn Gruppen universitärer Welten von je neunundvierzig Sphären. Hier erfährt der Mensch seine Vergeistigung nach der auf der Konstellation erfolgten Sozialisierung.

15:7.8

Klein-U die Dritte, der Hauptsitz eures kleinen Sektors Ensa, ist umgeben von den sieben Sphären für höhere materielle Studien des aufsteigenden Lebens.

15:7.9

Groß-U die Fünfte, der Hauptsitz eures großen Sektors, Splandon, ist umgeben von den siebzig Sphären für fortschreitende intellektuelle superuniverselle Schulung.

15:7.10

Uversa, der Hauptsitz Orvontons, eures Superuniversums, wird unmittelbar umringt von den sieben höheren Universitäten für vorgerückte geistige Schulung der aufsteigenden Willensgeschöpfe. Jede dieser sieben Gruppen wunderbarer Sphären besteht aus siebzig spezialisierten Welten. Diese verfügen über Tausende und Abertausende von voll ausgerüsteten Institutionen und Orga­nisationen, die sich der Universumsschulung und der geistigen Kultur widmen und wo die Pilger der Zeit vor ihrem langen Flug nach Havona aufs Neue unterrichtet und geprüft werden. Die eintreffenden Pilger der Zeit werden immer auf diesen angegliederten Welten em­pfangen, während die abreisenden Absolventen immer direkt von den Küsten Uversas nach Havona abgesandt werden.

15:7.11

Uversa ist geistiges und administratives Hauptquartier für ungefähr eine Billion bewohnter oder bewohnbarer Welten. Die Herrlichkeit, Großartigkeit und Vollkommenheit der Kapitale Orvontons übersteigt jedes andere Wunder der Zeit-Raum-Schöpfungen.

15:7.12

Wenn alle projektierten Lokaluniversen mit ihren Komponenten errichtet wären, gäbe es in den sieben Superuniversen etwas weniger als fünfhundert Milliarden architektonischer Welten.

8. Energiekontrolle und -Regulierung

15:8.1

Die Hauptsitzsphären der Superuniversen sind derart konstruiert, dass sie als wirksame Macht-Energie-Regulatoren für ihre verschiedenen Sektoren funktionieren können, indem sie als Brennpunkte zur Aussendung von Energie in Richtung der zu ihnen gehörenden Lokaluniversen dienen. Sie üben einen machtvollen Einfluss auf Gleichgewicht und Kontrolle der im organisierten Raum zirkulierenden physischen Energien aus.

15:8.2

Weitere regulierende Funktionen werden von den superuniversellen Machtzentren und physischen Überwachern wahrgenommen, lebendigen und halblebendigen intelligenten Wesenheiten, die eigens für diesen Zweck erschaffen wurden. Diese Machtzentren und Überwacher sind schwer zu verstehen; die niedrigeren Ordnunge­n sind keine Willensgeschöpfe, sie besitzen keinen Willen, sie können nicht wählen. Ihre Funktionen sind sehr intelligent, aber offensichtlich automatisch und ihrer hochspezialisierten Organisation inhärent. Den Machtzentren und physischen Überwachern obliegt die Lenkung und teilweise Kontrolle der dreißig Energiesysteme, die den Gravita-Bereich umfassen. Die von den Machtzentren von Uversa verwalteten physischen Energiekreise benötigen etwas länger als 968 Millionen Jahre zu einer vollständigen Umkreisung des Superuniversums.

15:8.3

Die sich entwickelnde Energie hat Substanz; sie besitzt Gewicht, obwohl Gewicht stets relativ ist, da es von Umdrehungsgeschwindigkeit, Masse und Antigravi­tation abhängig ist. Die Masse der Materie hat die Tendenz, die Geschwindigkeit der Energie herabzusetzen; und die überall vorhandene Geschwindigkeit der Energie bedeutet: ihre ursprünglich gegebene Geschwindigkeit abzüglich der Verlangsamung durch unterwegs angetroffene Masse und zuzüglich der regulierenden Funktion der lebendigen Energieüberwacher des Superuniversums und des physischen Einflusses naher sehr heißer oder stark aufgeladener Körper.

15:8.4

Der universale Plan zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts zwischen Materie und Energie erfordert die endlose Erzeugung und Vernichtung der kleineren materiellen Einheiten. Die Machtlenker des Universums besitzen die Fähigkeit, variable Energiemengen zu kondensieren und zurückzuhalten oder zu expandieren und freizusetzen.

15:8.5

Unter der Voraussetzung eines lang genug dauernden, verlangsamenden Einflusses würde die Gravitation schließlich alle Energie in Materie verwandeln, gäbe es nicht diese beiden Faktoren: erstens, die Antigravitationseinflüsse der Energieüberwacher, und zweitens, die Neigung der organisierten Masse zur Desintegration unter bestimmten, in sehr heißen Sternen herrschenden Bedingungen und unter gewissen besonderen Umständen im Raum nahe von stark energiegeladenen kalten Körpern aus kondensierter Materie.

15:8.6

Wenn sich die Masse zu sehr zusammenballt und die Energie aus dem Gleichgewicht zu werfen und die physischen Machtkreise zu erschöpfen droht, schreiten die physischen Überwacher ein, es sei denn, dass die der Gravitation eigene fortbestehende Tendenz, die Energie zu übermaterialisieren, durch einen Zusammenstoß von toten Raumgiganten zunichte gemacht wird, wobei die ganzen kumulativen Ansammlungen der Gravitation in einem Augenblick restlos zerstieben. Bei solchen Kollisionsereignissen werden enorme Materiemassen plötzlich in die seltenste Form von Energie verwandelt, und der Kampf um universelles Gleichgewicht beginnt von neuem. Am Ende erreichen die größeren physischen Systeme Stabilität, kommen physisch zur Ruhe und werden in die ausgewogenen und festbegründeten Kreisläufe der Superuniversen aufgenommen. Nach einem derartigen Ereignis werden sich in solch zur Ruhe gekommenen Systemen keine weiteren Kollisionen oder anderen zerstörerischen Katastrophen mehr ereignen.

15:8.7

In Zeiten überschüssiger Energie treten Machtstörungen und Hitzeschwan­kun­gen ein, die mit elektrischen Erscheinungen einhergehen. Während Energie­mangelzeiten hat die Materie vermehrte Tendenz, sich zusammenzuballen, sich zu verdichten und in Kreisläufen, die ein anfälligeres Gleichgewicht besitzen, außer Kontrolle zu geraten, was durch Gezeitenphänomene und Kollisionen zu Neuanpassungen führt, die das Gleichgewicht zwischen zirkulierender Energie und im eigentlicheren Sinne stabilisierter Materie rasch wiederherstellen. Das wahrscheinliche Verhalten der strahlenden Sonnen und dunklen Rauminseln vorauszusagen und anderswie zu verstehen, ist eine der Aufgaben der himmlischen Sternbeobachter.

15:8.8

Wir sind in der Lage, die meisten das Universums-Gleichgewicht regierenden Gesetze zu erkennen und vieles vorauszusagen, was mit der Stabilität des Universums zu tun hat. Unsere Vorhersagen sind so gut wie verlässlich, aber wir werden immer wieder mit bestimmten Kräften konfrontiert, die den uns bekannten Gesetzen von Energiekontrolle und Materieverhalten nicht gänzlich unterworfen sind. Die Vorhersage aller physischen Phänomene wird immer schwieriger, je weiter wir uns vom Paradies in die Universen hinausbegeben. Sobald wir die Grenzen der persönlichen Verwaltung der Herrscher des Paradieses verlassen, müssen wir unsere zunehmende Unfähigkeit feststellen, unsere Berechnungen nach den Normen und Erfahrungen anzustellen, die wir ausschließlich aus der Beobachtung der materiellen Phänomene der nahen astronomischen Systeme gewonnen haben. Selbst im Bereich der sieben Superuniversen leben wir in der Mitte von Kraftaktionen und Energiereaktionen, die all unsere Gebiete durchdringen und sich in geeintem Gleichgewicht durch alle Regionen des äußeren Raums hindurch fortsetzen.

15:8.9

Je weiter nach außen wir uns begeben, umso sicherer begegnen wir diesen abweichenden und unvorhersehbaren Phänomenen, die so unfehlbar die unergründliche, tätige Gegenwart der Absoluten und der erfahrungsmäßigen Gottheiten verraten. Und diese Phänomene müssen ein Hinweis auf eine universale höchste Kontrolle aller Dinge sein.

15:8.10

Das Superuniversum von Orvonton befindet sich jetzt offenbar in einer Phase der Entladung; die äußeren Universen scheinen sich aufzuladen für beispiellose künftige Aktivitäten; das Zentraluniversum von Havona ist ewig stabilisiert. Gravitation und Abwesenheit von Hitze (Kälte) organisieren die Materie und halten sie zusammen; Hitze und Antigravitation sprengen die Materie und zerstreuen die Energie. Die lebendigen Machtlenker und Kraftorganisatoren sind das Geheimnis der besonderen Kontrolle und intelligenten Steuerung der endlosen Metamorphosen universeller Erschaffung, Auflösung und Neuerschaffung. Nebel mögen sich auflösen, Sonnen ausbrennen, Systeme verschwinden und Planeten untergehen, aber die Universen erschöpfen sich energetisch nie.

9. Kreisläufe der Superuniversen

15:9.1

Die universalen Kreisläufe des Paradieses durchdringen effektiv die Reiche der sieben Superuniversen. Diese Kreisläufe der Gegenwart sind: die Persönlichkeitsgravitation des Universalen Vaters, die geistige Gravitation des Ewigen Sohnes, die Verstandesgravitation des Mit-Vollziehers und die materielle Gravitation der ewigen Insel.

15:9.2

Zusätzlich zu diesen universalen Kreisen des Paradieses und zu der wirkenden Gegenwart der Absoluten und der erfahrungsmäßigen Gottheiten funktionieren innerhalb der superuniversellen Raumebene nur zwei Energiekreis-Aufteilungen oder Macht-Sonderungen: Die Superuniversumskreise und die Lokaluniversumskreise.

15:9.3

Die Superuniversumskreisläufe:

15:9.4

1. Der einigende Intelligenzkreis eines der Sieben Hauptgeiste des Paradieses. Ein solcher Kreis des kosmischen Verstandes ist auf ein einziges Superuniversum beschränkt.

15:9.5

2. Der Kreis des reflexiven Dienstes der sieben Reflexiven Geiste in jedem Superuniversum.

15:9.6

3. Die geheimen Kreise der Unergründlichen Mentoren, durch Divinington in bestimmter Weise untereinander verknüpft und weitergeleitet zum Universalen Vater im Paradies.

15:9.7

4. Der Kreis gegenseitigen Austausches zwischen dem Ewigen Sohn und seinen Paradies-Söhnen.

15:9.8

5. Die blitzartige Gegenwart des Unendlichen Geistes.

15:9.9

6. Das Fernmeldewesen des Paradieses, die Raumberichte von Havona.

15:9.10

7. Die Energiekreise der Machtzentren und physischen Überwacher.

15:9.11

Die Lokaluniversumskreisläufe:

15:9.12

1. Der Geist der Selbsthingabe der Paradies-Söhne, der Tröster der Selbs­t­hingabe­-Welten. Der Geist der Wahrheit, der Geist von Michael auf Urantia.

15:9.13

2. Der Kreis der Göttlichen Ministerinnen, der Mutter-Geiste der Lokaluniversen. Der Heilige Geist eurer Welt.

15:9.14

3. Der Kreis des Intelligenzdienstes eines Lokaluniversums unter Eins­chluss der verschieden funktionierenden Gegenwarten der mentalen Hilfsgeiste.

15:9.15

Wenn sich in einem Lokaluniversum eine derartige geistige Harmonie herausbildet, dass sich seine individuellen und kombinierten Kreisläufe von denjenigen des Superuniversums nicht mehr unterscheiden lassen, wenn tatsächlich eine derartige Übereinstimmung der Funktion und Einheit des Dienstes herrscht, wird das Lokaluniversum augenblicklich in die etablierten Kreise des Lichts und Lebens aufgenommen und damit sofort wählbar zur Aufnahme in die geistige Konföderation des vervollkommneten Bundes der Superschöpfung. Die Voraussetzungen für die Zulassung zu den Räten der Ältesten der Tage, für die Mitgliedschaft in der superuniversellen Konföderation sind:

15:9.16

1. Physische Stabilität. Die Sterne und Planeten eines Lokaluniversums müssen im Gleichgewicht sein; die Perioden plötzlicher Sternmetamorphosen müssen vorüber sein. Das Universum muss einem klaren Raumpfad folgen; seine Bahn muss sicher und endgültig stabilisiert sein.

15:9.17

2. Geistige Loyalität. Es muss ein Zustand universeller Anerkennung des Souveränen Gottessohnes, der den Angelegenheiten eines solchen Lokaluniversums vorsteht, und der Treue zu ihm herrschen. Es muss sich ein Zustand harmonischer Zusammenarbeit zwischen den individuellen Planeten, Systemen und Konstellationen des ganzen Lokaluniversums eingestellt haben.

15:9.18

Euer Lokaluniversum wird nicht einmal der stabilisierten physischen Ordnung des Superuniversums zugerechnet und gilt noch viel weniger als Mitglied der anerkannten geistigen Familie der Superregierung. Obwohl Nebadon jetzt noch keine Vertretung auf Uversa besitzt, werden wir Ange­hörige des Superuniversums von Zeit zu Zeit in besonderer Mission zu seinen Welten abgesandt, gerade so, wie ich direkt von Uversa nach Urantia gekommen bin. Wir leihen euren Lenkern und Gebietern bei der Lösung ihrer schwierigen Probleme jede mögliche Hilfe; wir wünschen, euer Universum möge sich für die volle Aufnahme in die vereinigten Schöpfungen der superuniversellen Familie qualifizieren.

10. Lenker der Superuniversen

15:10.1

Die Kapitalen der Superuniversen sind die Sitze der hohen geistigen Regierungen der Reiche von Zeit und Raum. Der Exekutivzweig der Super­regierung, der seinen Ursprung in den Räten der Trinität hat, wird unmittelbar von einem der die höchste Oberaufsicht ausübenden Sieben Hauptgeiste geleitet. Diese Wesen verfügen über Paradies-Autorität und verwalten die Superuniversen über die Sieben Supremen Vollzieher, die auf den sieben besonderen Welten des Unendlichen Geistes, den äu­ßersten Paradies-Satelliten, stationiert sind.

15:10.2

Die Hauptsitze der Superuniversen sind die Wohnstätten der Reflexiven Geiste und der Reflexiven Bild-Helfer. Von dieser mittleren Position aus lenken diese wunderbaren Wesen ihre Staunen erregenden Operationen der Reflexivität im Dienste des Zentraluniversums über ihnen und der Lokaluniversen unter ihnen.

15:10.3

Jedes Superuniversum wird von drei Ältesten der Tage geleitet, den vereinigten Regierungschefs der Superregierung. Die Belegschaft des Exekutivzweigs der Super­universumsregierung besteht aus sieben verschiedenen Gruppen:

15:10.4

1. Älteste der Tage.

15:10.5

2. Vervollkommner der Weisheit.

15:10.6

3. Göttliche Ratgeber.

15:10.7

4. Universelle Zensoren.

15:10.8

5. Mächtige Botschafter.

15:10.9

6. Die Mit Hoher Autorität Begabten.

15:10.10

7. Die Namen- und Nummernlosen.

15:10.11

Die drei Ältesten der Tage werden unmittelbar durch ein Korps von einer Milliarde Vervollkommnern der Weisheit unterstützt, mit dem drei Milliarden Göttliche Ratgeber verbunden sind. Zu jeder Superuniversumsverwaltung gehört eine Milliarde Universeller Zensoren. Diese drei Gruppen sind Koordinierte Persönlichkeiten der Trinität, die ihren direkten und göttlichen Ursprung in der Paradies-Trinität haben.

15:10.12

Die übrigen drei Ordnungen, die mächtigen Botschafter, die Mit Hoher Autorität Begabten und die Namen- und Nummernlosen sind verherrlichte aufsteigende Sterbliche. Die allerersten dieser Ordnungen durchliefen die aufsteigende Bahn und Havona in den Tagen Großfandas. Nachdem sie das Paradies erreicht hatten, wurden sie in das Korps der Finalität aufgenommen, von der Paradies-Trinität umfangen und später dem himmlischen Dienst unter den Ältesten der Tage zugeteilt. Als eine Klasse kennt man diese drei Ordnungen als Trinitisierte Söhne der Vollbringung; sie haben einen doppelten Ursprung, stehen aber jetzt im Dienst der Trinität. Der Exekutivzweig der Superuniversumsregierung wurde in dieser Weise erweitert, um auch die verherrlichten und vervollkommneten Kinder der evolutionären Welten einzuschließen.

15:10.13

Der koordinierte Rat des Superuniversums setzt sich aus den sieben vorgenannten Exekutivgruppen und den folgenden Sektorenlenkern und anderen regionalen Überwachern zusammen:

15:10.14

1. Die Vollkommenen der Tage – die Lenker der großen Sektoren des Super­universums.

15:10.15

2. Die Jüngsten der Tage – die Leiter der kleinen Sektoren des Super­universums.

15:10.16

3. Die Einiger der Tage – die Paradies-Berater der Herrscher der Lokal­universen.

15:10.17

4. Die Getreuen der Tage – die Paradies-Ratgeber der Allerhöchsten Regie­rungs­chefs der Konstellationen.

15:10.18

5. Die Lehrer-Söhne der Trinität, sofern es sich gerade trifft, dass sie ihren Dienst am Hauptsitz eines Superuniversums erfüllen.

15:10.19

6. Die Ewigen der Tage, sofern sie gerade am Hauptsitz eines Super­universums anwesend sind.

15:10.20

7. Die sieben Reflexiven Bild-Helfer – die Sprecher der sieben Reflexiven Geiste und durch diese die Repräsentanten der Sieben Hauptgeiste des Paradieses.

15:10.21

Die Reflexiven Bild-Helfer funktionieren auch als Repräsentanten zahlreicher Gruppen von Wesen, die in den Superuniversumsregierungen einflussreich sind, aber gegenwärtig aus verschiedenen Gründen ihre individuellen Fähigkeiten nicht voll einsetzen. In dieser Gruppe mit eingeschlossen sind: die sich entwickelnde superuniverselle Persönlichkeitsmanifestation des Supremen Wesens, die Uneingeschränkten Überwacher des Supremen, die Eigen­schaftsbegabten Vize-Leiter des Ultimen, die ungenannten reflexiven Verbindungswesen von Majeston und die überpersönlichen geistigen Reprä­sentanten des Ewigen Sohnes.

15:10.22

Es ist fast jederzeit möglich, auf den Hauptsitzwelten der Superuniversen Vertreter aller Gruppen erschaffener Wesen anzutreffen. Die routinemäßigen Diensthandlungen der Superuniversen werden von den mächtigen Sekonaphim und anderen Mitgliedern der unermesslichen Familie des Unendlichen Geistes ausgeführt. Bei der Arbeit in diesen wunderbaren Zentren superuniverseller Verwaltung, Kontrolle, Fürsorge und ausgeübter Gerichtsbarkeit treten die Intelligenzen aus jedem Bereich des universalen Lebens untereinander in engen Kontakt bei wirksamem Dienst, weiser Verwaltung, liebender Betreuung und gerechtem Urteil.

15:10.23

Die Superuniversen unterhalten keine Botschaftervertretung irgendwelcher Art; sie sind voneinander vollkommen isoliert. Sie werden über wechselseitige Angelegenheiten einzig durch die von den Sieben Hauptgeisten im Paradies unterhaltene Nachrichtenzentrale informiert. Ihre Leiter arbeiten in Räten göttlicher Weisheit für das Wohlergehen ihrer eigenen Superuniversen ohne Rücksicht auf das, was sich in anderen Abschnitten der universalen Schöpfung ereignen mag. Diese Isolierung der Superuniversen wird so lange dauern, bis ihre Koordinierung vollendet sein wird dank der immer vollständigeren Verwirklichung der Persönlichkeits-Souveränität des sich entwickelnden erfahrungsmäßigen Supremen Wesens.

11. Die beratende Versammlung

15:11.1

Gerade auf Welten wie Uversa treten sich die Vertreter der Autokratie der Vollkommenheit und der Demokratie der Evolution gegenüber. Der Exe­kutivzweig der Superregierung entstammt den Reichen der Vollkom­menheit; der Legislativzweig entspringt der Elite der evolutionären Uni­versen.

15:11.2

Die beratende Versammlung des Superuniversums tagt nur auf der Hauptsitz-Welt. Dieser gesetzgebende oder beratende Körper besteht aus sieben Häusern; in jedes von ihnen wählt jedes zu den superuniversellen Räten zugelassene Lokaluniversum einen einheimischen Vertreter. Diese Vertreter werden von den hohen Räten der betreffenden Lokaluniversen aus der Mitte jener aufsteigenden Pilger ausgesucht, die nach ihrem Abschluss in Orvonton zum Transport nach Havona berechtigt sind, aber noch auf Uversa verweilen. Die durchschnittliche Dienstzeit beträgt etwa hundert Jahre der Standardzeit des Superuniversums.

15:11.3

Nie ist mir eine Misshelligkeit zwischen den Exekutivorganen und der Versammlung von Uversa bekannt geworden. Ebenso wenig hat in der ganzen Geschichte unseres Superuniversums der beratende Körper je eine Empfehlung gemacht, die der Exekutivzweig der Superregierung auszuführen auch nur gezögert hätte. Es hat immer vollkommenste Harmonie und einträchtige Arbeit geherrscht, was die Tatsache bestätigt, dass evolutionäre Wesen wirklich Höhen vervollkommneter Weisheit erreichen können, die sie befähigen, mit Persönlichkeiten vollkommenen Ursprungs und göttlicher Natur zu verkehren. Die Anwesenheit der beratenden Versammlungen auf den Hauptwelten der Superuniversen offenbart die Weisheit des ganzen gewaltigen evolutionären Plans des Universalen Vaters und seines Ewigen Sohnes und gibt eine Vorahnung von dessen letztlichem Triumph.

12. Die höchsten Tribunale

15:12.1

Wenn wir von den ausführenden und beratenden Abteilungen der Regierung von Uversa sprechen, werdet ihr wohl in Analogie zu gewissen zivilen Regierungsformen Urantias erwarten, dass wir einen dritten oder Justizzweig haben müssen, und dem ist tatsächlich so, aber er besitzt kein getrenntes Personal. Unsere Gerichtshöfe funktionieren wie folgt: Je nach Natur und Schwere des Falls führt ein Ältester der Tage, ein Vervollkommner der Weisheit oder ein Göttlicher Ratgeber den Vorsitz. Das Beweismaterial für oder gegen eine Person, einen Planeten, ein System, eine Konstellation oder ein Universum wird durch die Zensoren vorgebracht und interpretiert. Die Verteidigung der Kinder der Zeit und der evolutionären Planeten wird von den Mächtigen Botschaftern wahrgenommen, den offiziellen Beobachtern der Superuniversumsregierung bei den lokalen Universen und Systemen. Die Haltung der höheren Regierung wird von den Mit Hoher Autorität Begabten dargelegt. Und gewöhnlich wird das Urteil durch einen Ausschuss von wechselnder Größe formuliert, der zu gleichen Teilen aus Namen- und Nummernlosen und einer Gruppe von verstehenden Persönlichkeiten aus der beratenden Versammlung besteht.

15:12.2

Die Gerichtshöfe der Ältesten der Tage sind die hohen letztinstanzlichen Tribunale geistiger Rechtsprechung für alle das Superuniversum bildenden Universen. Die Souveränen Söhne der Lokaluniversen herrschen in ihrem eigenen Bereich unumschränkt; sie sind der Superregierung nur insofern unterworfen, als sie den Ältesten der Tage Angelegenheiten zur Beratung oder Aburteilung freiwillig unterbreiten mit Ausnahme jener, die mit der Auslöschung von Willensgeschöpfen zusammenhängen. Die Gerichtserlasse gehen von den Lokaluniversen aus, aber Urteile, die die Auslöschung von Willensgeschöpfen betreffen, werden immer an den Hauptsitzen der Superuniversen gefällt und von hier aus vollstreckt. Die Söhne der Lokaluniversen können das Fortleben des sterblichen Menschen verfügen, aber einzig den Ältesten der Tage steht in den Fragen ewigen Lebens und Todes Endurteil und Vollzug zu.

15:12.3

In allen Angelegenheiten, die keinen Prozess, keine Vorlage von Beweisen erfordern, entscheiden die Ältesten der Tage oder ihre Mitarbeiter, und diese Beschlüsse sind immer einstimmig. Wir haben es hier mit den Räten der Vollkom­­menheit zu tun. Es gibt weder Meinungsverschiedenheiten noch Minder­heitsansichten bei den Dekreten dieser allerhöchsten und unübertroffenen Gerichts­höfe.

15:12.4

Mit einigen wenigen Ausnahmen üben die Superregierungen in ihrem Zuständigkeitsbereich die Gerichtsbarkeit über alle Dinge und alle Wesen aus. Es gibt keine Berufungsmöglichkeit gegen die Verordnungen und Entscheide der Autoritäten der Superuniversen, da sie die übereinstimmenden Ansichten der Ältesten der Tage und desjenigen Hauptgeistes wiedergeben, der vom Paradies aus die Geschicke des betreffenden Superuniversums leitet.

13. Die Regierungen der Sektoren

15:13.1

Ein großer Sektor umfasst ungefähr den zehnten Teil eines Superuniversums und besteht aus hundert kleinen Sektoren, zehntausend Lokaluniversen und etwa hundert Milliarden bewohnbarer Welten. Diese großen Sektoren werden durch drei Vollkommene der Tage, Supreme Trinität-Persönlichkeiten, verwaltet.

15:13.2

Die Gerichtshöfe der Vollkommenen der Tage haben eine sehr ähnliche Struktur wie diejenigen der Ältesten der Tage, außer dass sie über die Welten nicht in geistiger Hinsicht zu Gericht sitzen. Die Regierungsarbeit dieser großen Sektoren betrifft vornehmlich den intellektuellen Status einer ungeheuer großen Schöpfung. Die großen Sektoren behandeln, richten, beenden und tabellarisieren – zur Berichterstattung an die Tribunale der Ältesten der Tage – alle routinemäßigen und verwaltungstechnischen Angelegenheiten von superuniverseller Bedeutung, die nicht unmittelbar die geistige Verwaltung der Reiche oder die Verwirklichung der Pläne der Paradies-Herrscher für den Aufstieg der Sterblichen betreffen. Die Zusammensetzung der Regierung eines großen Sektors unterscheidet sich nicht von derjenigen des Super­universums.

15:13.3

So wie die herrlichen Satelliten von Uversa eurer abschließenden geistigen Vorbereitung auf Havona dienen, widmen sich die siebzig Satelliten von Groß-U der Fünften eurer superuniversellen intellektuellen Schulung und Ent­wicklung. Aus ganz Orvonton sind hier die weisen Wesen versammelt, die die Sterblichen der Zeit unermüdlich auf ihren weiteren Fortschritt im Hinblick auf die Laufbahn der Ewigkeit vorbereiten. Der größte Teil der Schulung der aufsteigenden Sterblichen geschieht auf den siebzig Studienwelten.

15:13.4

Die Regierungen der kleinen Sektoren werden von drei Jüngsten der Tage geleitet. Ihre Administration befasst sich hauptsächlich mit der physischen Kontrolle, Einigung und Stabilisierung der zu ihr gehörenden Lokaluniversen und mit der routinemäßigen Koordination ihrer Verwaltung. Jeder kleine Sektor zählt ganze hundert Lokaluniversen, zehntausend Konstellationen, eine Million Systeme und ungefähr eine Milliarde bewohnbarer Welten.

15:13.5

Die Hauptsitze der kleinen Sektoren sind der große Treffpunkt der Physischen Hauptüberwacher. Die Hauptsitz-Welten werden umringt von den sieben Instruktionssphären, die die Eintrittsschulen des Superuniversums darstellen und Übungszentren zur Erlangung physikalischen und administrativen Wissens über das Universum der Universen sind.

15:13.6

Die Regierungsverwalter der kleinen Sektoren stehen unmittelbar unter der Gerichtsbarkeit der Leiter der großen Sektoren. Die Jüngsten der Tage empfangen und koordinieren alle für das Superuniversum bestimmten Berichte, Beobachtungen und Empfehlungen von den Einigern der Tage, die als Beobachter der Trinität und Ratgeber auf den Hauptsitzwelten der Lokaluniversen stationiert sind, und von den Getreuen der Tage, die den Räten der Allerhöchsten in gleicher Funktion auf den Hauptwelten der Konstellationen zur Seite stehen. All diese Berichte werden an die Vollkommenen der Tage in den großen Sektoren übermittelt, um später an die Gerichte der Ältesten der Tage weitergeleitet zu werden. So erstreckt sich die Regierung der Trinität von den Konstellationen der Lokaluniversen bis hinauf zum Hauptsitz des Superuniversums. Es gibt keine Repräsentanten der Trinität am Hauptsitz eines lokalen Systems.

14. Ziele der sieben Superuniversen

15:14.1

Es gibt sieben hauptsächliche Ziele, die während der Evolution der sieben Super­universen immer deutlicher hervortreten. Jedes bei der superuniversellen Evolution verfolgte Hauptziel wird seinen vollsten Ausdruck nur in einem der sieben Superuniversen finden, und deshalb hat jedes Superuniversum eine besondere Funktion und einmalige Natur.

15:14.2

Orvonton, das siebente Superuniversum, dasjenige, dem euer Lokaluni­versum angehört, ist vor allem bekannt für seine den Sterblichen der Welten in unerhörtem, verschwenderischem Maße gewährte erbarmungsvolle Hin­wendung. Es ist berühmt für die Art, wie die herrschende Gerechtigkeit durch Barmherzigkeit gemildert und die Ausübung der Macht von Geduld geprägt wird, während großzügige Zeitopfer gemacht werden, um die Stabilisierung in der Ewigkeit sicherzustellen. Orvonton ist eine Demonstration der Liebe und Barmherzigkeit für das Universum.

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Es ist indessen sehr schwierig, unsere Vorstellung von der wahren Natur des evolutionären Vorhabens zu beschreiben, das sich in Orvonton entfaltet, aber man könnte es andeutungsweise in diesem unseren Gefühl zusammenfassen, dass sich die sechs einmaligen Ziele kosmischer Evolution, die sich in den sechs verbündeten Superschöpfungen ausdrücken, hier zu einer Bedeutung des Ganzen verweben; und dies ist auch der Grund, weshalb wir manchmal gemutmaßt haben, dass die entwickelte und abgeschlossene Personifizierung des Supremen Gottes in weit entfernter Zukunft von Uversa aus über die vervollkommneten sieben Superuniversen herrschen wird, in all der erfahrungsmäßigen Erhabenheit ihrer dann erreichten souveränen Allmacht.

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Wie Orvonton ist auch jedes der mit ihm verbundenen Superuniversen einmalig in seiner Natur und hat eine individuelle Bestimmung. Sehr vieles von dem, was in Orvonton geschieht, ist euch indessen nicht offenbart, und viele von diesen nicht offenbarten Wesenszügen des Lebens in Orvonton sind dazu ausersehen, ihren vollständigsten Ausdruck in einem anderen Universum zu finden. Die sieben Ziele superuniverseller Entwicklung werden in allen sieben Superuniversen verfolgt, aber in jeder Superschöpfung wird nur eines von diesen Zielen seinen vollsten Ausdruck finden. Um zu einem besseren Verständnis dieser superuniversellen Ziele zu gelangen, müsste euch vieles, was ihr nicht begreift, offenbart werden, aber auch dann würdet ihr nur sehr wenig davon verstehen. Diese gesamte Schilderung gewährt nur einen flüchtigen Blick auf die unermessliche Schöpfung, von der eure Welt und euer Lokaluniversum ein Teil sind.

15:14.5

Eure Welt heißt Urantia, und sie hat die Nummer 606 in der Planetengruppe oder dem System von Satania. Dieses System besitzt gegenwärtig 619 bewohnte Welten, und über zweihundert weitere Planeten entwickeln sich günstig, um irgendwann in der Zukunft zu bewohnten Welten zu werden.

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Satania hat eine Hauptsitz-Welt, die Jerusem heißt, und trägt die System­nummer vierundzwanzig in der Konstellation von Norlatiadek. Eure Kon­stel­lation, Norlatiadek, besteht aus hundert Lokalsystemen und besitzt eine Hauptsitz-Welt, die Edentia heißt. Norlatiadek ist Nummer siebzig im Universum von Nebadon. Das Lokaluniversum von Nebadon besteht aus hundert Konstellationen und hat eine Kapitale, die Salvington heißt. Das Universum von Nebadon ist Nummer vierundachtzig im kleinen Sektor von Ensa.

15:14.7

Der kleine Sektor von Ensa besteht aus hundert Lokaluniversen und besitzt eine Kapitale, die den Namen Klein-U die Dritte trägt. Dieser kleine Sektor ist Nummer drei im großen Sektor von Splandon. Splandon besteht aus hundert kleinen Sektoren und hat eine Hauptsitz-Welt mit dem Namen Groß-U die Fünfte. Dies ist der fünfte große Sektor des Superuniversums von Orvonton, des siebenten Segmentes des Großen Universums. So könnt ihr euren Planeten im Schema der Organisation und Administration des Universums der Universen ansiedeln.

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Im Großen Universum hat eure Welt, Urantia, die Nummer 5 332 382 337 666. Das ist die auf Uversa und im Paradies registrierte Nummer, eure Nummer im Katalog der bewohnten Welten. Ich kenne die Nummer Urantias im Register aller physischen Sphären, aber diese ist so außerordentlich groß, dass sie für den sterblichen Verstand kaum praktische Bedeutung hat.

15:14.9

Euer Planet ist ein Mitglied eines enormen Kosmos; ihr gehört zu einer nahezu unendlichen Weltenfamilie, aber eure Sphäre wird gerade so präzis verwaltet und liebevoll umsorgt, als wäre sie die einzige bewohnte Welt in aller Existenz.

15:14.10

[Dargeboten von einem aus Uversa stammenden Universellen Zensor.]


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